Niederkorn

Minett-Park Fond-de-Gras

Beschreibung

Minett-Park Fond-de-Gras: Dampfzug und Bergarbeiter-Flair

Heutzutage kann man sich kaum mehr vorstellen, dass das beschauliche, kleine Tal von Fond-de-Gras bis in die 1960er-Jahre einer der bedeutendsten und wichtigsten Bergbaustandorte war. Dort lassen sich im Minett-Park über 100 Jahre Industriegeschichte im Luxemburger Süden ganz aktiv nachverfolgen. Der Dampfzug „Train 1900“ verbindet Pétange mit dem Fond-de-Gras wie um die Jahrhundertwende. Die Grubenbahn „Minièresbunn“ führt durch einen ehemaligen Erzstollen von Fond-de-Gras ins Bergarbeiterdorf Lasauvage und bis nach Saulnes (F). „Blues Express“ und die „Steampunk Convention“ bringen Fond-de-Gras im Sommer zum Brodeln.

Der „Train 1900“

Der „Train 1900“ fährt zwischen Petingen und dem Fond-de-Gras auf der alten Strecke „Ligne des Minières“, die ab 1874 dem Abtransport von Eisenerz diente, das in der Umgebung abgebaut wurde. Die Fahrt mit dem Train 1900 ist eine ganz besondere Zeitreise und in ihrer Art einzigartig in Luxemburg und der gesamten Großregion.

Die Grubenbahn „Minièresbunn“ 

Während der Zeit des Eisenerzabbaus wurden Grubenbahnen zum Abtransport der mit Eisenerz beladenen „Buggys“ (Loren) aus dem Eisenerzstollen genutzt. Heute verkehrt die „Minièresbunn“ zwischen Fond-de-Gras und Lasauvage. Die Fahrt im Rahmen der Besichtigung des alten Stollens ist ein beeindruckendes Erlebnis.

Lasauvage

In Lasauvage befand sich eines der ältesten Stahlwerke Luxemburgs. Um 1625 wurde dort eine Schmiede gebaut.

Durch einen französischen Industriellen, den Comte de Saintignon, erlebte der Ort einen großen Aufschwung. Als Besitzer der Minen von Lasauvage errichtete er zahlreiche Gebäude: Arbeiterhäuser, eine Kirche, einen Festsaal ... Ein Großteil dieser Infrastruktur ist noch heute vorhanden und verleiht dem Ort einen ganz besonderen Charme.

Natur und Archäologie

Der Minett Park Fond-de-Gras erstreckt sich über grüne Täler, sonnige Hochebenen und ausgedehnte Wälder und bietet sich damit auch als Ausgangspunkt für unvergessliche Spaziergänge an. Die Gegend räumt mit dem Vorurteil auf, der Süden Luxemburgs wäre durch seine Industrievergangenheit verunstaltet worden.

Das ehemalige Tagebaugebiet „Giele Botter“ ist heute ein Naturschutzgebiet mit einer Größe von mehreren Hundert Hektar, das nach und nach wieder von Flora und Fauna zurückerobert wird.

Zur Zeit der Kelten spielte der Titelberg eine Schlüsselrolle. Auf dem Gebirgsvorsprung wurde im 1. Jahrhundert v. Chr. ein wichtiges Oppidum errichtet. Ausgrabungen der letzten Jahre belegen, dass das Oppidum der zentrale Platz der Treverer war.

GEFÜHRTE TOUREN

Der Fond-de-Gras

Der Ort Fond-de-Gras (Dauer, ungefähr 1,5 Stunden).Die Besichtigung widmet sich dem Erzabbau, der Industriegeschichte und der Eisenbahn in Luxemburg. Während der Freilichtbesichtigung besichtigt man die verschiedenen, historischen Gebäude (Den Krämerladen, die Elektrozentrale, den Bahnhof).

Die Eisenbahnhalle des „Train 1900“ (Dauer, ungefäht 1.5 Stunden)

Besichtigung der Installationen des „Train 1900“ es handelt sich um eine Besichtigung, bei der vor allem der technische Aspekt im Vordergrund steht.

Das Dorf Lasauvage (Dauer, ungefäht 1.5 Stunden)

Lasauvage ist ein historisches Arbeiterdorf welches stark durch den Eisenerzabbau geprägt ist. Während der Besichtigung wird die Geschichte des Grafen Fernand de Saintignon, der ein bedeutender Hüttenmeister war, erzählt. (1846-1921)

Der „Giele Botter" (Dauer, ungefäht 2-3 Stunden)

Früher war es ein Tagebaugebiet, heute ist der „Giele Botter" ein Naturschutzgebiet wo die Fauna und Flora sich wieder neu entwickeln. Die geführte Besichtigung erklärt den Übergang von dem Industriegebiet zur Entwicklung einer Naturschutzzone.

Das keltische Oppidum„Tëtelbierg“ (Dauer, ungefäht 1.5 Stunden)

Auf dem 50 Hektar großen Plateau des „Tëtelbierg“ befindet sich ein Oppidum, eine ehemalige keltische Stadt. Die Archäologen haben Überreste von Wohnungen aus der ersten Mitte des 1. Jahrhunderts vor Christus freigelegt. Die hier befindlichen Eisenerzvorkommen wurden schon in der Eisenzeit genutzt.

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Schwierigkeit

leicht

Zielgruppen

Familien, Gruppen, Kinder, Senioren

Sprachen

Deutsch, Englisch, Französisch, Luxemburgisch

Gruppenpreis

60

Informationen zum Gruppenpreis

Geführte Besichtigungen: ab 60,00 €. Grubenbahn "Minièresbunn": ab 300,00 €. Train 1900: ab 350,00 €.

Zeitplan

Öffnungszeiten nicht bekannt